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Dienstag. 15. Januar 2008
Virenfunde dramatisch gestiegen
Die Virenexperten von AV-Test haben eine Zusammenfassung der von ihnen zusammengetragenen Viren und anderen Computerschädlingen veröffentlicht.

Beunruhigendes Fazit: Die Anzahl wächst besorgniserregend schnell. Im Jahr 2007 konnten Sie mehr als fünfmal so viele Schädlinge wie im Vorjahr 2006 ausfindig machen, zusammen fast fünfeinhalb Millionen Stück.

Seit 2004 scheint das Wachstum förmlich zu explodieren.

Virenfunde in den letzten Jahren:
2007: 5490960
2006: 972606
2005: 333425
2004: 142321

Es wurden in den ersten 7 Tagen des Jahres 2008 bereits 117480 Schädlinge entdeckt.

Die bisherigen Versuche der Anti-Viren Softwarehersteller, diesem Vormarsch Einhalt zu bieten, brachten nur mäßigen Erfolg.
Ein Grund hierfür ist der ebenfalls stetig wachsende Variantenreichtum,
der dazu führt, dass eigentlich schon bekannte Schädlinge so abgeändert werden, dass sie aufgrund ihrer neuen Beschaffenheit von Virenscannern nicht erkannt werden können.

Neueste Waffe der Anti-Viren Hersteller sind die so genannten Behavioral Blocker, die anders als bisher nicht mit Signaturen arbeiten, die zwar gleich eine Vielzahl an Viren auf einmal entdecken können, aber in ihrer Programmierung stark Fehleranfällig sind,
sondern nun nach direkten Auswirkungen der Viren suchen.

Dies bedeutet, auf dem PC befindliche Software wird stetig überwacht und sollten sich gewisse verdächtige Verhaltensweisen häufen, wie z.B. das Verankern einer neu angelegten Datei als Autostart, Mitprotokollieren von Tastaturanschlägen oder der Aufbau von Verbindungen mit IRC-Servern, schlägt der Behavioral Blocker Alarm,
stoppt die Anwendung und macht vorgenommene Änderungen rückgängig.

Der letzte c’t-Virenscannertest (c’t 1/08) zeigte, das bisher nur wenige Antivirenlösungen bereits einen Behavioral Blocker enthalten.

Zahlreiche Hersteller arbeiten inzwischen an entsprechenden Erweiterungen für ihre Antivirensoftware.

Es bleibt also abzuwarten, ob und wann die Virenflut wieder gedämmt werden kann
Abschließend kann man aber sagen, dass ein zumindest vorhanden Virenscanner,
immer noch mehr Sicherheit bietet, als gar keiner.
(FN)

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